Erfolgreiche Test- und Demofahrten des Mission-Busses

18.03.2020 Test- und Demofahrten des selbstfahrenden „Mission-Busses“

Die Test- und Demofahrten des vom I-AT-Projekt ins Leben gerufenen, neuen autonomen Mission-Busses im März 2020 auf der Teststrecke in Aldenhoven verliefen erfolgreich. Der Bus fuhr den pro-grammierten Kurs auf der Rennstrecke viele Male ohne Probleme. Am 10., 11. und 12. März hatte das I-AT-Projekt interessierte Unternehmen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, ÖPNV-Verantwortliche sowie Regierungseinrichtungen aus der deutsch-niederländischen Grenzregion zu einer Testfahrt mit dem autonomen Elektrobus eingeladen.

Der Mission-Bus funktionierte während der vielen Test- und Demo-fahrten einwandfrei. Den Fahrgästen wurden der Bus und die Sensoren entlang der Strecke erklärt. Auf einem Bildschirm konnten sie Bilder der Außenkameras und des Lidars verfolgen, mit Hilfe derer der Bus sich orientiert. Ein Teil der Testfahrt beinhaltete auch das automatische Anhalten an Bushaltestellen sowie als Sicherheitsmaßnahme vor einem Auto in der Mitte der Fahrspur und die Durchführung des „Driver-Take-over“. Dabei übernimmt der Fahrer die Kontrolle, nachdem zu einem unerwarteten Zeitpunkt (und zur großen Heiterkeit der Insassen) eine künstliche Fehlermeldung erzeugt wurde und der Bus entsprechend drohte, von der Fahrbahn abzukommen.

Lediglich am ersten Tag gab es kleinere Probleme, da die Kombination aus starkem Wind und Regen die Sicht der Kamerasensoren leicht störte. Folglich fuhr das Fahrzeug einige Male mit 2 Rädern wenige Dezimeter neben der Strecke. Alle anderen Runden verliefen fehlerfrei entlang der geplanten Route.

Zusätzlich zu den Testfahrten präsentierten die Partner des I-AT-Projekts weitere Aspekte des Arbeitspakets. So stellte die TU Delft Ergebnisse über die Akzeptanz autonomer Fahrzeuge durch die Fahrgäste vor und die Aachener Straßenbahn- und Energieversorgungs AG ihre App MoVa. Die niederländische Consultingfirma Royal HaskoningDHV hielt einen Vortrag über den Einfluss der physischen Infrastruktur auf die Programmierung der Routen für autonome Fahrzeuge.

Die Demonstration des Mission-Bus war eine der letzten Phasen des I-AT-Projekts, das noch vor dem Sommer abgeschlossen sein wird. Danach werden die Technologie und das angesammelte Wissen über autonomes Fahren interessierten Unternehmen und Organisationen zur Verfügung gestellt. Der Mission-Bus wird auch nach dem I-AT-Projekt noch einige Zeit für Demonstrationszwecke zur Verfügung stehen. Am 4. Juni 2020 organisiert das I-AT-Projekt eine Abschlusskonferenz in Arnheim, um alle Ergebnisse und Erkenntnisse der unterschiedlichen Arbeitspakete zu diskutieren.

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